"Man stelle sich vor, ein Ort, an dem die Leute so tun, als seien sie verrückt, nur um genau das zu tun, wozu sie Lust haben."
- Paulo Coelho (Veronika beschließt zu sterben)
Biografie
Ich bin eine österreichisch-serbische Regisseurin mit einem breiten Kenntnisspektrum reichend von multimedialen Stückentwicklungen, halbszenischen Orchester- und Chorformaten, Schauspiel, dramatischen Schreiben bis hin zu Opern und Operetten. Mein Regieansatz bedient sich partizipativer und kollektiver Arbeitsmethoden, die alle Mitwirkenden inhaltlich in den Herstellungsprozess miteinbeziehen und ich tünche meine Inszenierungen in narrativ-phantastische und polystilistische Farben und Formate.
Aktuell bereite ich mich mit meinem Team auf Hänsel und Gretel am Tiroler Landestheater, Premiere am 5. Dezember 2026, vor. Meine letzten beiden Regietätigkeiten waren die Inszenierung der Kinderoper „Tannhäuser – Wagner für Kinder“ bei den Bayreuther Festspielen 2025, sowie die Stückentwicklung „nirgend_anders“ mit der jnp (junge norddeutsche Philharmonie), aufgeführt am 11. März 2026 im kleinen Saal der Elbphilharmonie Hamburg.
Andere vergangene Projekte waren u.a. Michael Tippetts Oratorium „A Child Of Our Time“, eine halbszenische Aufführung in Zusammenarbeit mit dem Schillerchor Berlin, die am Tag des Gedenkens an die Pogromnacht 1938 im Delphi Theater Berlin am 9. November 2024 auf die Bühne kam, und mein selbstgeschriebenes Stück „End-gültig“, welches von einem multimedialen und stückentwicklerischen Ansatz gekennzeichnet war.
Nach meinem erfolgreichen Abschluss des Bachelors in Musikwissenschaft an der Universität Wien 2019, schloss ich mithilfe des Deutschlandsstipendiums, für leistungsstarke und begabte Studierenede, 2026 das Regiestudium an der Musikhochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin ab. Dort meisterte ich eigene Regiearbeiten, u.a. mit Ausschnitten aus Frank Wedekinds „Lulu“ (2022), G. F. Händels „Giulio Cesare in Egitto“ (2022) und W. A. Mozarts „Zauberflöte“ (2023 und erlangte tiefgehende fachspezifische Erfahrungen als Darstellerin, Dramaturgin, Autorin und Produktionsleiterin, letzteres für die „Neue Szenen VII“ an der Tischlerei der Deutschen Oper Berlin.
Zwischen den Jahren 2018 und 2022 sammelte sie Erfahrungen als Regieassistentin von Opern und Operetten während des österreichischen Sommerfestivals OperKlosterneuburg sowie bei den Herbsttagen Blindenmarkt in Niederösterreich. Außerdem führten Hospitanzen sie in die Dramaturgieabteilung der Staatsoper Unter den Linden Berlin (2020), ans Maxim Gorki Theater Berlin im Rahmen der Stückentwicklung „Schlachten“ von Oliver Frljić (2023) und an das Theater Thikwa Berlin in Zusammenarbeit mit dem Musiktheaterkollektiv glanz und krawall für die Produktion „Die Tüten aus der Verwaltung“ (2024).
Philosophie
Vielleicht ist Ihnen das Einhorn oben auf der Webseite schon aufgefallen, wenn nicht, dann wahrscheinlich jetzt. Das Einhorn ist für mich ein magisches Wesen, was die Welt verzaubert, was ihr einen magischen Touch gibt. Denn seien wir mal ehrlich, den brauchen wir doch alle irgendwann. Etwas, das das innere Kind in uns zum lächeln bringt und uns kurzzeitig in eine traumhafte Welt befördern kann. Das ist das Einhorn für mich und auch das Theater. Natürlich dürfen die realen Probleme nicht wegignoriert werden, auf gar keinen Fall. Deshalb mag ich das Einhorn eben so gern, es nimmt etwas Reales aus unserer Welt, das Pferd, und versetzt es gleichzeitig mit etwas mehr, mit etwas außerhalb diese Welt, mit etwas Magischem.
Genau das ist Theater für mich. Die Basis bildet immer die Realität, zu der aber etwas Verspieltes, etwas Magisches, etwas Fantastisches hinzugefügt wird durch deren Brille wir schlauer über uns und die Welt werden können.
